Wandern im und am Elm

Geologische Wanderung: Otto Klages-Sammlung als Ausgangspunkt

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Begehrlichkeiten weckt der Bauch des Elms nicht nur bei Bauherren - auch Geologen schätzen das steinerne Geschichtsbuch, das der Höhenzug in jeder seiner Felswände aufschlägt. Einer, der seine gesamte Freizeit dem in Stein gebannten Leben gewidmet hat, war der verstorbene Königsluteraner Kaufmann Otto Klages. Seine Petrefaktensammlung (Mo-Do 16-17:00; Sa, So, 15-17:00; sonst in der Bibliothek melden) gilt in Deutschland als eine der wertvollsten ihrer Art. In 60 Jahren trug Klages mehr als 20 000 Einzelstücke zusammen - 2 000 davon schenkte er seiner Heimatstadt, die ihn daraufhin zum Ehrenbürger ernannte und den kostbaren Steinen im Gebäude der heutigen Stadtbücherei eine feste Bleibe einräumte. Der Besuch der Otto-Klages-Sammlung lohnt sich als Ausgangspunkt für einen geologischen Spaziergang. Dort hocken schwergewichtig versteinerte Krebse in den Vitrinen, häufen sich Schneckengräber zu bizarren Skulpturen, widersetzt sich steingewordenes Holz auf immer der Axt und ruht glasharter Sand sich von der Brandung aus, die ihm vor Millionen Jahren seine Wellenform aufgeprägt hat. Dazu knistert mit der ganzen Begeisterung des passionierten Sammlers die Stimme von Otto Klages aus dem Kassettenrekorder , der von dem einmaligen geologischen Punkt schwärmt, an dem wir uns hier im Elm befinden.

Um dies vor Ort selbst zu erfahren, bedarf es von der Otto-Klages-Sammlung (1) aus nur eines einstündigen Spaziergangs. Unser Ziel ist einer der Elmsteinbrüche, der bis vor 15 Jahren noch großflächig betrieben wurde und heute im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme der Natur als Biotop zurückgegeben wird. Die Route ist landschaftlich reizvoll und gut zu finden: Die Otto- Klages- Sammlung im Rücken, gehen wir die Straße Kattreppeln bergan auf den Weg zum Kaiserdom (2) . Das Domgelände ist eine Pause wert, zumal wir hier vor Augen haben, was aus Elmkalkstein unter fachkundigen Händen entstehen kann, verwendeten doch die Domsteinmetze für ihre Bauplastiken stets den heimischen Muschelkalk. Weiter geht's um die Dommauer herum, auf dem Abt-Fabrizius-Weg entlang des Anstaltsteiches bis zur Lutterquelle (3) . Unser Weg tangiert das wasserspeiende  Froschmaul des Quellhäuschens, bringt uns dann, ein kurzes Stück der Straße folgend, am Sportplatz entlang zu einem Parkplatz, an dessen Ende rechts ein Weg abbiegt. Ihm folgen wir, die Wiesen zur Rechten, den Waldgürtel zur Linken, gut 500 Meter leicht bergauf, bis schließlich linker Hand ein Waldpfad einbiegt. Auf diesem wild umwucherten, schattigen Grasweg erreichen wir nach weiteren 500 Metern die Mulde des verlassenen Steinbruchs (4); nach der letzten Kurve weiten sich die Geröllhänge zu einer sanft geschwungenen Graslandschaft am Fuße eines kleinen Steinmassivs. Im Mai 2003 wurde dieses Areal in Form des FEMO-Erlebnispfades “Erlebnis-Steinbruch Hainholz” zu neuem Leben erweckt. Auf einer leicht abfallenden Fläche wurde eine Steinreihe in Spiralenform nach Vorbild des FEMO-Logos drapiert und irgendwann wird hier eine Mauer in der gleichen Form stehen. Zwei Biologinnen, die in Braunschweig eine Gartenbaufirma betreiben, sind die Profis und schufen einen neuen Lebensraum für trocken lebende Pflanzen: aus Steinen wurden zwei parallele Wände aufgetürmt, der Zwischenraum mit Mergel gefüllt. Da sich die Steine durch die Sonneneinwirkung erwärmen, sind sie auch für kleine Eidechsen oder Blindschleichen attraktiv.
         Einst bauten an dieser Stelle Steinmetze ihr Material ab. Einer (Metzner/Königslutter) hat nebenan bis heute seinen eigenen Steinbruch. Die Außenfassade des FEMO-Hauses in der Bahnhofstraße ist daraus hergestellt. Gruppen haben die Möglichkeit, an Führungen teizunehmen, Steine zu klopfen und Fossilien zu suchen .- andernfalls informieren 18 Schilder über die unterschiedlichen Formationen und Lebensräume. Ein unbedingt lohnenswerter Abstecher führt zum alten Steinbruch rechts hinter dem Betriebsgelände: dort haben sich Generationen von Künstlern mit Skulpturen verewigt, die nicht nur die Phantasie anregen!

    Solche Lerneffekte sind es, die FEMO seit ihrer Gründung 1997 anstrebt. Seitdem sind neun Erlebnispfade durch verschiedene Landschaften des Kreises Helmstedt ausgewiesen worden. Neben diesem "Muschelkalk-Erlebnis-Steinbruch" wartet das Fachgebiet Geologie mit einem Findlingsgarten nördlich von Königslutter auf und bei Velpke wurde ein "Erlebnis-Biotop" eröffnet.

Bevor wir diese allerdings besuchen, biegen wir von dem Weg am Waldrand links in die Feldmark ab. Dort bringt uns der zweite Weg rechts zu der reizvollen Promenade “Unter den Eichen”, die oberhalb des Abt-Fabrizius Weges zum Dom zurückführt.

Erlebnis-Steinbruch Hainholz (PDF-Dokument zur Geologie)

 

Skulpturen im alten Steinbruch

 

Erlebnispfad Lutterbach

BildDirekt vor den Toren Königslutters entspringt die Lutterquelle. “ Lutterspring(1) ist seit 1708 mit einem steinernen Gewölbe überbaut, an dem man das Bild des Flussgottes sieht, nach Volksglauben aber das Bild eines Schäfers, der die Quelle entdeckt als er mit dem stab in die Erde stieß. Die nur noch bruchstückhaft lesbare lateinische Inschrift lautet EX FONTE BIBENS FONTEM CORONA (AUS   DER   QUELLE TRINKEND KRÖNE DIE QUELLE). Der fischköpfige Wasserspeier stammt aus dem 20. Jahrhundert. Das “lautere”, klare Wasser wurde einst zur Bereitung des Ducksteinbieres benutzt, das König Friedrich Wilhelm I. von Preußen in Potsdam bevorzugte. Heute speist der Bach eine romantische Wasserlandschaft mit verästelten Bachläufen und kristallklaren Teichen.
         Aus Richtung Schöppenstedt kommend grüßt links der Klosterteich, unser Ausflugsziel. Geparkt wird am Sportplatz oder an der mehrfach geschlossenen und wieder eröffneten Gaststätte Lutterspring. Wegweiser und die Informationstafel offerieren von hier aus zahlreiche Rundkurse im  Elm. Uns zieht es aber nicht in den Wald, sondern - entgegen der obigen Tour - zum Wasser.Trotz des wasserspeienden Fabelwesens kann nicht unbedingt von Idylle die Rede sein, denn kaum zwei Meter weiter flitzen die Autos vorbei, und hinter uns pfeift der Schiedsrichter ein Fußballfoul. Außerdem verweisen Schilder höchstamtlich auf den Trinkwasserschutz.
         Links von der Hauptstrecke führt ein Pfad durch einen Bereich mit natürlichen Quelltöpfen (3). Im vorderen Teil entspringen feine Quellrinnsale seitlich aus dem Muschelkalkgestein. Im hinteren Teil liegt ein Quelltümpel, aus dessen Grund das Wasser nach oben hervorquillt. Auf der Wasseroberfläche lassen sich Blasen und Kreise beobachten, die durch stoßweises Hervorquellen kleiner Wassermengen verursacht werden. Von hier aus fließt das Wasser durch tiefe Rinnsale zum Lutterbach. Nach diesem Anfang führt der Abt-Fabrizius-Weg in ein um so schöneres Erholungsgebiet. Ihm folgen wir entlang dem Wasserlauf der Lutter, die sich in kleinen Nebenästen verzweigt und auf den Wiesen im ruhigen Fluß dem Klosterteich zustrebt. Schon nach wenigen Schritten machen wir Halt am Kutscherloch (4), der letzten und größten noch vorhandenen Tümpelquellen. Diese ist nahezu ein Stillgewässer, in dem Unterwasserpflanzen fest wurzeln können. Nach einer mittelalterlichen Legende versank hier bei bei einem nächtlichen Gewittersturm ein reicher Mann mit seiner Kutsche - eine “Strafe” für die Lästerung eines Heiligenbildes. Beim Weitergehen weitet sich die Lutter, bevor sie in den Klosterteich mündet. An seinen Ufern stehen zwar Bänke, doch ist er wenig einladend umzäunt. Von der anderen Seite aber erreicht man über eine Brücke die Insel auf dem grünschillernden Teich. Dort konnte, wer sich vor etwas Schlamm nicht fürchtete, in einem naturbelassenen Wasserbassin baden. Das Ende des Weges entlang dem See ziert ein kleiner Wasserfall (5), ein Vorbote der zwei weiteren Fälle im Berggarten zu Fuße des Doms. Dieser Wasserfall wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als „Douche" für die damalige Kaltwasserheilanstalt angelegt. Später trieb die Wasserkraft eine Sägemühle an, die an dieser Stelle gegen Ende des 19. Jahrhunderts arbeitete. Kalkturf bildet hier das Bachbett der Lutter.
         Den Berggarten (6) erreichen wir, indem wir uns weiter geradeaus halten und dann rechts durch die Mauer schlüpfen. Bevor dieser Ort gegen Ende des 19. Jahrhunderts in eine Parkanlage für das Landeskrankenhaus umgewandelt wurde, war er ein Teil des verpachteten Klostergutes. Der idyllische Wasserfallund die Laube nebenan verdanken ihre bizarren Steilwände einem ehemaligen Steinbruch zur Ducksteingewinnung. Am Fuße der Zwillingstürme der Stiftskirche fließt die Lutter in Richtung Stadt vorbei. Hier können bereits Fische leben, unter anderem die Elritze, ein Spezialist für kühle saubere Fließgewässer. Daneben (7) finden wir die Kaiserlinde , die der Sage nach durch Kaiser Lothar III. gepflanzt wurde, nachdem er im Jahre 1135 Benediktinermönche gerufen hatte, um am Elmrand am Lutterbach ein Kloster zu gründen. Wahrend der Klosterzeit war hier ein Versammlungs- und Gerichtsplatz. Zur Zeit der Kaltwasserheilanstalt befand sich in der Linde ein Aussichtsbalkon. Das langgezogene Gebäude gegenüber dem Baum auf der anderen Straßenseite ist das alte Abtshaus. Abgesehen von der Stiftskirche und dem Refektorium ist dies das einzige Gebäude des Klosters, das nach dem Bau des Landeskrankenhauses erhalten blieb.

BildBild         Die Stiftskirche wurde von lombardischen Steinmetzen erbaut. Als Baumaterial diente der Kalkstein aus den Steinbrüchen des Unteren Muschelkalk im Elm. Im Jahre 1137 wurde Kaiser Lothar auf der Kirchenbausteile beigesetzt. Einige Jahre danach wurde die Apsis durch den romanischen Jagdfries (8) ausgeschmückt, auf dem Hirsch, Wildschwein, Wolf und Hase dargestellt sind. Die Bedeutung der zentralen Darstellung ist unklar, ja geheimnisumwittert, zeigt sie doch scheinbar einen Jäger. der gefesselt und hilflos unter zwei zähnefletschenden Hasen liegt; andere Interpretationen (Teufelsfratze, links) sind möglich.

    Für einige Fachleute geht es bei der Skulptur um den Kampf zwischen Gott und Teufel. Über der bildlichen Darstellung steht spiegelverkehrt eine lateinische Schrift, die unvollständig ist, aber einen Sinn zu haben scheint, ein sogenanntes "Figurengedicht”. Seine Auflösung ergibt den lateinischen Namen Kaiser Lothars, "Lotharius". Die spiegelverkehrte Inschrift über dem Jägltfries lautet: „Hoc Opus eximum vario celamine mirum sc...”, etwa „Dieses hervorragende Werk, durch mannigfaches Relief wunderbar, meißelte ..." Allerdings steht das Wort „celamen" auch für „Verbergung", weshalb auch folgende Deutung möglich erschaeint: „Dieses hervorragende Werk, durch mannigfaches Verbergen wunderbar, meißelte..." Das aber wäre der Hinweis auf eine verborgene Botschaft. Für die Auflösung wurde das "magische Schwindeschema" angewendet:  die entspiegelte Inschrift wird über die gespiegelte geschrieben. Darüber und darunter entfällt von Zeile zu Zeile immer der erste und letzte Buchstabe. Allerdings fehlen für den Namen des Kaisers noch das „T" und das „H" (Vortrag von Bernhard Kuck am 16.06.06 in Königslutter).

Dieser Fries hat auffällige Ähnlichkeiten mit Darstellungen an den Außenfassaden einiger Kathedralen in Oberitalien, so in Ferrara, Modena und Verona; doch es ist nicht bekannt, ob auch die Personen der Künstler dieselben waren. Der Rückweg folgt der alten Viehtrift durch das Luttertal. Zahlreiche alte Bäume mit Wülsten und Rippen zeugen von früherer Nutzung...

 

Schloss und Burg Langeleben (FEMO-”Elfenpfad”)

Quellhaus

Gedenkstein

Bei JMewes findet sich eine eingehende historische Beschreibung zu der 1248 erstmals als “castrum” erwähnten Burg, welche 1555 durch Heinrich von der Asseburg an den Oberhofmarschall Heinrich von Veltheim auf Destedt abgetreten und im Dreißigjährigen Krieg zerstört wird. Heute sind nur noch die Wallanlagen mit dem Graben und Teile des 1,50 starken Mauerwerks (9) zu sehen. Der Werdegang des berühmten, ab 1661 erbauten Jagdschlosses am Ort des heutigen Gedenksteins (1) wird dort und an anderer Stelle beschrieben. Vom alten Lustgarten sind heute noch wenige, uralte Baumbestände (3,4,9) vorhanden. Der Erlebnispfad beginnt am erstaunlich gut erhaltenen, von alten Linden umgebenen Quellhaus (1, bzw. 2) von 1705, das die Quelle des Langelebener Baches, eines Nebenlaufes der Schunter, einfasst. Diese Anlage erinnert an die Einfassung der Lutterquelle bei Lutterspring, die Abt Fabrizius 1708 vornehmen ließ und geht - wie diese - vermutlich auf Hermann Korb zurück.

FEMO-Pfade, ÜbersichtFotoalbum

 

Erlebnispfad Reitlingstal (4.5 km)

Michael Benning: ReitlingstalVom Parkplatz bei der Gaststätte Reitling aus verläuft der  Weg mit sieben Erlebnispunkten zum Quellgebiet der Wabe, genannt die „Hölle“. Dort ist über einen Pirschgang ein kleiner Teil des Quellsumpfes, ein gesetzlich geschützter Lebensraum für seltene und bedrohte Tier und Pflanzenarten, zugänglich. Auf der Schichtstufe zwischen dem Unteren Muschelkalk und dem Oberen Buntsandstein am Ostriegel des Reitlingstales verläuft der Pfad durch jungen Laubwald. Nach einigen hundert Metern Steigung - einziger anstrengender Teil der Tour - gelangt man in die „Teufelsküche“, den größten der 400 Erdfälle (“Dolinen”) im Elm. Dort verschwindet der “Mönchespring” fast vollständig zwischen Gipsblöcken und Abschlämmmassen und niemand hat je herausgefunden, ob er wieder auftaucht. Die Sage berichtet, dass in der Walpurgisnacht Teufel und Hexen auf dem Teufelsküchenplatz ihr Unwesewn treiben. Dieses Erdfallgelände am Rande des „Herzberger Grundes“ beeindruckt auch durch seltene Pflanzen und Tierwelt.  Ende April bis Anfang Mai wirkt hier der Waldboden durch unzählige Blüten des Bärlauchs wie schneebedeckt.  An der Forstschranke am Rande des Parkplatzes „Teufelsküche“ bietet sich ein eindrucksvoller Blick über das östliche Reitlingstal und den Nordhang mit Burgberg und Krimmelburg. Vorbei an einem vogelkundlich interessanten Teichgebiet, einem bedeutender Laichplatz für Lurche beim Weidehof Reitling, führt der Pfad zum Ausgangspunkt zurück. Ölkreide-Zeichnung: Michael Benning

FEMO-Pfad Reitlingstal

Krimmelburg

Fundstücke

Elmburgen

Die imposantesten Höhenburgen des Landkreises Wolfenbüttel finden wir beiderseits des Reitlingstales im Elm. Auf der Südseite dieses Tales liegt die »Brunkelburg«, ein Bergsporn der durch den doppelten Wall und zwei Gräben gegen die südöstlich angrenzende Hochfläche des Kuxberges gesichert wird. Ihr gegenüber, oberhalb der Gaststätte “Reitlingstal gelegen, riegelt ein starkes Wallsystem die »Krimmelburg « (Bild) das Tal nach Norden ab. Mit vier Meter hohen Wällen und vorgelagerten, tiefen Gräben, diente diese vorgeschichtliche Befestigungsanlage in germanischen Zeiten als Fluchtburg. Alle Anlagen zusammen mit dem im Tal liegenden Ringwall »Wurtgarten« und verschiedenen landwehrartigen Wallsystemen in der näheren Umgebung haben früh das Interesse erregt und die Phantasie beflügelt. Grabungen Anfang des Jahrhunderts von H. Lühmann und in den 50er Jahren von A. Tode ergaben, dass die Burgen mehrere Bauperioden aufweisen; die Anlagen zeigen große Ähnlichkeiten, was an eine Zusammengehörigkeit denken läßt. Die Wälle können etwa in das 8. und 9. Jahrhundert datiert werden. Ob bereits um Christi Geburt oder gar früher eine Befestigung vorhanden war, muss einstweilen offen bleiben, da die Funde aus dieser Zeit die Wälle nicht datieren. Als jüngste Phase der Befestigung ist eine kleine annähernd quadratische Anlage innerhalb der Krimmelburg zu betrachten, die durch Gräben von 25 m Länge begrenzt wird. Sie stammt aus dem hohen Mittelalter und geht vermutlich auf den Deutschen Ritterorden zurück. Lageplan

 

Tetzel Denkmal

Tetzel-stein

Re: Kleiner Tetzelstein-Rundweg 16 (31.12.2007)

 

Wanderweg West-Elm (12 km)

Ausgangspunkt ist der Parkplatz gegenüber der Waldgaststätte “Lutterspring”, an dem die Elmautostraße Schöppenstedt- Königslutter vorbeiführt. Rechts neben der Orientierungstafel auf dem Parkplatz führt ein Weg in den Elm hinein („Langeleber Weg E 18"), der nach wenigen Metern asphaltiert ist. Als weitere Hinweise dienen ein Wegweiser, auf dem ein Specht abgebildet ist und die uralte Beschilderung mit der Aufschrift „Reitling". Sie wandern ständig bergauf, folgen an der ersten Gabelung dem linken Weg und halten sich bei der zweiten rechts. Kurz vor der Anhöhe stoßen Sie wieder auf einen asphaltierten Forstweg, der Sie zum Funkturm auf dem 310 m hohen Drachenberg führt. Hier laden eine Schutzhütte und eine Ruhebank zum Rasten ein. Wenn Sie weitergehen, müssen Sie darauf achten, dass Sie die Abzweigung wählen, die vor der Bank nach rechts führt. Sie werden dann auch den alten Hinweis „Reitling" finden, der an der rechten Seite des Weges angebracht ist. Bei der

Am Tetzelstein befinden sich  geschnitzte Holztafeln, die auf Theo Schmidt- Reindahl zurückgehen, den Steinmetz, der auch das Till- Eulenspiegel- Denkmal in Kneitlingen geschaffen hat.

nächsten Gabelung folgen Sie dem „Zentralweg E 4" in umgekehrter Richtung nach rechts und wenden sich bei der folgenden nach links, es sei denn, Sie wollen die Wallanlagen der aus sächsischer Zeit stammenden Krimmelburg besichtigen. Sich immer an Ihren Weg haltend, der in Serpentinen verläuft, steigen Sie in das Reitlingstal hinab und können von hier die Gaststätte Reitling erreichen, Wollen Sie aber gleich weiterwandern, biegen Sie direkt vor der anmutigen Wiesenlandschaft links ab, erkennen die alte Beschilderung „Tetzelstein" und folgen nunmehr dem „Herzbergweg E 3". An der nächsten Wegegabelung halten Sie sich ebenfalls links. Es geht wieder ständig bergauf. Nach etwa 400 m biegen Sie an einer Stelle rechts ab, an der neben der neuen Beschilderung auch der Hinweis „Tetzelstein" angebracht ist. Kurz vor der Anhöhe stehen links Ruhebänke. Sie gehen geradeaus weiter bis wenige Meter vor der Landstraße links der „Groß-Roder-Weg E 12" abzweigt. Nach wenigen Metern halten Sie sich gleich wieder rechts und gelangen auf einem Trampelpfad zu einer Landstraße, die Sie überqueren. Damit sind Sie am Tetzelstein. Anschließend folgen Sie dem „Weißen Weg E 13", der östlich der Gaststätte nach links verläuft und mit einem Schmetterling und einer Eule beschildert ist. Geradeaus, erreichen Sie auf dem unbefestigten Waldweg bei Langeleben eine Landstraße, die Sie überschreiten. Es geht immer geradeaus weiter. Nach etwa 400 m gelangen Sie an eine Kreuzung, bei der Sie die Wahl haben. Wenden Sie sich nach rechts, dann folgen Sie dem „Sunstedter Weg E 24", der im Wald parallel zur Elmautostraße verläuft, und biegen nach knapp 2 km links ab. Sonst wandern Sie den Streckenwanderweg „Schmetterling" direkt an der Straße entlang. Beide Wege vereinigen sich an der Försterwiese und führen zum Ausgangspunkt zurück.  JMewes zum Tetzelstein (WORD-Dokument)

 

Der Elm ist schon wegen seiner ausgedehnten Buchenwälder eines der beliebtesten Ausflugsziele zwischen Harz und Heide. Dies ist aber längst nicht alles: in der Region sind auch zahlreiche Zeugnisse längst vergangener Zeiten zu finden. Dies war für Thomas Heldt der Anlass, den Besuchern die geschichtliche Vergangenheit und regionale Ereignisse in seiner Hauszeitung "Der Tetzelstein" näher zu bringen. Unter der Regie von Jürgen Mewes wurde im Frühjahr 2007 ein kleines Team ins Leben gerufen, das diese Idee Mit Elan vorantreibt.  Jeder weitere Mitarbeiter, der bereit ist Beiträge zu liefern, ist hier willkommen. Der Lohn ist nicht pekuniärer Art - er besteht aus Freude an der Arbeit und in der Zufriedenheit der mittlerweile zahlreichen Leser des Heftes, das in einer Auflage von derzeit 4000 Exemplaren erscheint. Die erste Ausgabe ist bereits vergriffen, doch hier hilft das Internet:

Tetzel-Zeitung

Sommer / Herbst 2007

Frühjahr 2008

Sommer / Herbst2008

 

 

Wanderweg Ost-Elm (12-14 km) 

Elmhaus

Hügelgräber

Folgen Sie der B82 nach Schöningen, biegen Sie einige Meter hinter der St. Lorenz-Kirche lings ab und gehen Sie über den Singelplatzweg zum Waldhotel BildElmhaus, unserem Ausgangspunkt. Von hier wandern Sie zunächst in westlicher Richtung auf einem Waldlehrpfad, der direkt an diesem Ausflugslokal beginnt.  Sich an den Waldrand haltend, stoßen Sie auf die Elmautostraße, die Sie überqueren. Links erkennen Sie eine funktechnische Versuchsanstalt. Sie gehen nach rechts am Waldrand parallel zur Straße weiter  und gelangen schließlich zu einem kleinen Parkplatz, an dem die (kürzeren) Touren 2 (Elmsburg-Rundweg, 3.5 km), 4 (Ratsholz-Rundweg, 6 km) und 5 (Ostelm-Rundweg, 5 km) beginnen; dese sind - im Gegensatz zur hier beschriebenen Tour, gut ausgeschildert. Dort biegen Sie in den Elm ein und stoßen nach etwa 200 m auf einen breiten Forstweg, dem Sie nach rechts folgen. Auf Ihrer linken Seite liegt im Wald ein großer Findling, der „Goldene Hirsch", unter dem einst ein Schatz versteckt gewesen sein soll. An der nächsten Kreuzung halten Sie sich links in Richtung Elmsburg, die Sie (entlang der Beschilderung “2”) nach etwa 400 m erreichen. Ein beschilderter Weg führt rechts zu einer Ruine, die 1213 als welfischer Besitz erwähnt wird und ab 1221 im Besitz des Deutsch-Ritter-Ordens war (JMewes ). Nach einer Besichtigung wandern Sie in der ursprünglichen Richtung weiter. Wenige Meter entfernt können Sie auf Ihrer linken Seite Hügelgräber aus der älteren Bronzezeit (1500 bis 1800 v. Chr.) besichtigen, die freigelegt worden sind. Ihre Route, die nun auf dem „Warberger Ringweg E 38" verläuft, mündet dann auf einen breiten Forstweg, dem Sie nach rechts folgen. An der nächsten Wegekreuzung befindet sich eine Schutzhütte. Hier halten Sie sich links und erreichen nach etwa 800 m den sog. Schlangenweg, den den Elm in Nord-Süd-Richtung  durchzieht. Auf ihm wandern Sie nach rechts, überqueren nach etwa l km die Elmautostraße, kommen nach weiteren 800 m an dem im Wald liegenden Ringwall der ehemaligen Burg Warberg vorbei und erreichen den nördlichen Elmrand. Dort biegen Sie rechts auf den „Kißleber Holzweg E 33" ab und gehen mit herrlichen Ausblicken auf Warberg zu bis zu einem kleinen Teich. An dieser Stelle haben Sie die Wahl. Sie können geradeaus nach Warberg wandern, um dort die Wasserburg zu besichtigen, in der die Bundeslehranstalt für den deutschen Landhandel untergebracht ist, oder abkürzen, um am Waldrand entlang direkt die Waldwirtschaft „Elmgarten" zu erreichen. Gegenüber der Gaststätte beginnt ein Trampelpfad, der früher durchgehend als „Warberger Ring-weg E 38" gekennzeichnet zusätzlich mit einem Fuchs beschildert war. Er führt Sie durch Laubwalddickungen, Buchenhochwälder und Nadelholzpartien. Lassen Sie sich durch breite Forstwege nicht irre machen und folgen Sie immer diesem Pfad, der sich manchmal kaum sichtbar durch den Wald schlängelt. Am Ende eines höheren Fichtenbestandes stoßen Sie auf eine Schutzhütte. Dort biegen Sie links ab und erreichen nach etwa 800 m bei der Geldquelle wieder den Elmrand. Hier wenden Sie sich nach rechts und gelangen immer am Waldrand entlang zum Ausflugslokal „Waldfrieden", dessen Spezialität, Esbecker Kirschwein, weithin bekannt ist. Sie können ruhig ein Gläschen trinken, denn Ihr Ziel ist nur noch l km entfernt.

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Traurige Erfahrung am 28.11.2002: bis auf die ausgebauten Hauptwege ist die Strecke total verschlammt, nicht zuletzt deshalb weil reger Reitverkehr ungezählte Wasseransammlungen hinterlassen hat. Die Beschilderung ist oft lückenhaft oder fehlt >

 

Hinweis: Radtouren im Elmgebiet

Von Lucklum zur Buchhorst und zurück im Wabetal (38km) 
Unser Weg führt von Lucklum, dort vom Gutshof auf der Kreisstraße nach Veltheim (Ohe), dann in Richtung Klein Veltheim zur Schulenroder Straße. Hinter Schulenrode biegen wir kurz vor der B1 nach Cremlingen ab. An der Sickter Straße halten wir uns rechts (Ehrenbergstraße) und folgen dem ausgeschilderten Radweg nach Klein Schöppenstedt. Von dort nehmen wir für 800 m den Radweg entlang der B1 zur Buchhorst (von hier aus lohnt ein Abstecher zum Kloster Riddagshausen über den legendären Kleidersellerweg und zum Grünen Jäger). An der Bahnunterführung fahren wir in Richtung Mittelriede, dann entlang der Mittelriede über die Helmstedter Straße nach Rautheim. Dort folgen wir dem Mühlentrift zur Wabe, deren Lauf wir nun für 20 km begleiten. Wir folgen der Wabe bis kurz vor Hötzum. Über die Kreisstraße in Richtung Apelnstedt geht es, leicht ansteigend  nach Sickte, von dort auf einem Feldweg nach Neuerkerode. Für 2 km haben wir der stark befahrenen Landstraße in Richtung Schöppenstedt bis zur Allee nach Lucklum. Diese über 200 Jahre alte Anlage mehrreihige Lindenallee ist für den Autoverkehr gesperrt und bringt uns zurück zum Ausgangspunkt der etwa 8km vom Quellgebiet im Elm (am Reitlingstal) entfernt ist.

Geologische Wanderung

Elmburgen

Erlebnispfad Lutterbach

Wanderweg West-Elm

FEMO-”Elfenpfad”

Wanderweg Ost-Elm

Erlebnispfad Reitlingstal

Radtouren im Elmgebiet

 

 

 

 

 

soeben eröffnet!

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